Konferenz im Grand Hôtel du Lac
Kunst als Zufluchtsort
Diese Konferenz präsentiert die Kunst als letzten Zufluchtsort – als stille Kathedrale, in der die Zeit wieder zu lebendiger Materie wird, in der Unvollkommenheit zu reiner Schönheit wird, in der wir einfach nur präsent sein können.
Wir erleben derzeit einen radikalen Wandel in unserer Beziehung zur Welt. Die Digitalisierung ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken – wir kommunizieren über Bildschirme, konsumieren täglich Tausende von Bildern, unsere Aufmerksamkeit wird von Algorithmen gesteuert. Alles ist sofort verfügbar, optimiert und unendlich reproduzierbar.
Was wird in dieser Welt der Geschwindigkeit und Entmaterialisierung aus der Kunst? Was bleibt von der direkten Begegnung mit einem Werk, von der zur Betrachtung notwendigen Geduld, von der physischen Präsenz vor einem Objekt, das aus einer kreativen Geste entstanden ist, geformt durch menschliche Energie?
Das Organische versus das Digitale ist nicht nur ein ästhetischer Gegensatz – es ist ein ontologischer Konflikt. Das Digitale strebt nach steriler Perfektion, ohne Fehler und ohne Erinnerung. Das Digitale bewegt sich zwischen eisiger Präzision und seelenloser Effizienz. Das Organische braucht Zeit, akzeptiert Unvollkommenheit und folgt den Rhythmen der Natur. Wir scrollen auf unseren Handys durch Wälder, aber wann haben wir das letzte Mal Moos unter unseren Fingern gespürt?
Diese Konferenz präsentiert die Kunst als letzten Zufluchtsort – als stille Kathedrale, in der die Zeit wieder zu lebendiger Materie wird, in der Unvollkommenheit zu reiner Schönheit wird, in der wir einfach nur präsent sein können.
Karin Moser, Professorin für Organisationssoziologie, wird die Diskussion über den Stellenwert der Kunst in der heutigen Welt eröffnen.
Anschließend werden zwei Künstler der Ausstellung ORGANIC, Angela McFall und Georg Massanés, über ihre Arbeit berichten. Sie arbeiten mit der Natur – nicht nur als Thema, sondern als Inspirationsquelle, als Mittel, um über das Vorhersehbare hinauszugehen. Ihr Ansatz erinnert uns daran, dass Kunst etwas bietet, was die digitale Welt niemals reproduzieren kann: die unersetzliche Begegnung, das unerklärliche Geheimnis, die Textur, die kein Bildschirm vermitteln kann.
Das Grand Hôtel du Lac freut sich, eine außergewöhnliche Konferenz zur Eröffnung der Ausstellung ORGANIC, organisiert von ART VEVEY, bekannt zu geben.
Dieses Treffen bietet einen besonderen Einblick in die Ausstellung, die vom 3. Februar bis zum 3. März 2026 in der Galerie 21, Grande Place in Vevey, zu sehen ist, und lädt das Publikum ein, die Inspirationen und Überlegungen zu erkunden, die dieses Kunstprojekt prägen. Ein Teil der Konferenz wird auf Englisch angeboten.
Informationen :
- 31. Januar 2026, ab 15 Uhr
- Im Grand Hôtel du Lac, Vevey
- Der Zugang zur Konferenz erfolgt nach vorheriger Anmeldung.
Wir freuen uns darauf, Sie zahlreich zu diesem Moment des Dialogs und der Entdeckung begrüßen zu dürfen.

Konferenzprogramm
15:00 Uhr – Einführung
Wir erleben derzeit einen radikalen Wandel in unserer Beziehung zur Welt. Die Digitalisierung ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken – wir kommunizieren über Bildschirme, konsumieren täglich Tausende von Bildern, unsere Aufmerksamkeit wird von Algorithmen gesteuert. Alles ist sofort verfügbar, optimiert und unendlich reproduzierbar.
Was wird in dieser Welt der Geschwindigkeit und Entmaterialisierung aus der Kunst? Was bleibt von der direkten Begegnung mit einem Werk, von der zur Betrachtung notwendigen Geduld, von der physischen Präsenz vor einem Objekt, das aus einer kreativen Geste entstanden ist, geformt durch menschliche Energie?
Das Organische versus das Digitale ist nicht nur ein ästhetischer Gegensatz – es ist ein ontologischer Konflikt. Das Digitale strebt nach steriler Perfektion, ohne Fehler und ohne Erinnerung. Das Digitale bewegt sich zwischen eisiger Präzision und seelenloser Effizienz. Das Organische braucht Zeit, akzeptiert Unvollkommenheit und folgt den Rhythmen der Natur. Wir scrollen auf unseren Handys durch Wälder, aber wann haben wir das letzte Mal Moos unter unseren Fingern gespürt?
Diese Konferenz präsentiert die Kunst als letzten Zufluchtsort – als stille Kathedrale, in der die Zeit wieder zu lebendiger Materie wird, in der Unvollkommenheit zu reiner Schönheit wird, in der wir einfach nur präsent sein können.
Nach der Eröffnung der Diskussion durch Karin Moser werden zwei Künstler der Ausstellung ORGANIC, Angela McFall und Georg Massanés, über ihre Arbeit berichten. Sie arbeiten mit der Natur – nicht nur als Thema, sondern als Inspirationsquelle, als Vehikel, um über das Vorhersehbare hinauszugehen. Ihr Ansatz erinnert uns daran, dass Kunst etwas bietet, was die digitale Welt niemals reproduzieren kann: die unersetzliche Begegnung, das unerklärliche Geheimnis, die Textur, die kein Bildschirm vermitteln kann.
15:10 Uhr – Karin S. Moser – promovierte Sozialpsychologin der Universität Zürich und arbeitet an der Universität Bern.
Ihre Forschung, Lehre und Beratungstätigkeit konzentrieren sich auf Zusammenarbeit, Kommunikation und Entscheidungsfindung. Karin interessiert sich besonders für das Verständnis der Bedingungen, die soziales Verhalten und soziale Nachhaltigkeit in Gruppen und Organisationen begünstigen, mit einem besonderen Fokus auf den Auswirkungen der Digitalisierung, interkulturellen Unterschieden und sozialen Normen.
15:20 Uhr – Angela McFall – Malerin und Kunstlehrerin
Die zeitlose Kraft der Malerei auf Leinwand.
15:30 Uhr – Georg Massanes – Maler und Autor mehrerer bibliophiler Bücher (Präsentation auf Englisch)
Wir haben uns daran gewöhnt, Texte eher zu überfliegen als gründlich zu lesen und Informationen in kürzeren Abschnitten zu verarbeiten. Der ständige Strom an Neuigkeiten trainiert uns darauf, ständig Neues zu erwarten, sodass es uns schwerer fällt, uns länger auf ein einzelnes Thema zu konzentrieren. Dies wirkt sich darauf aus, wie gründlich wir uns mit komplexen Ideen auseinandersetzen.
15:50 – Schlussbemerkungen / Frage-Antwort-Runde
Dieser Abend läutet die Eröffnung der Ausstellung ORGANIC ein, die von ART VEVEY vom 3. Februar bis zum 3. März 2026 in der Galerie 21 Grande Place in Vevey organisiert wird. Dort können Sie die Werke von Angela McFall, Georg Massanes, Alicia Marsans, Ada Zielińska und Marine Prunier entdecken können, die diese besondere Alchemie feiern, bei der die Beobachtung der natürlichen Welt zum Sprungbrett für die Fantasie wird, bei der die Natur nicht mehr nur ein Thema ist, sondern eine eigenständige schöpferische Kraft.
Das ist es, was die Ausstellung ORGANIC bietet: Kunst als Zufluchtsort. Nicht als Flucht, sondern als Rückeroberung dessen, was wichtig ist. Ein Raum, in dem andere Werte atmen können – wo Langsamkeit kreativ ist, wo Unvollkommenheit Schönheit ist, wo Präsenz wieder möglich wird.
Die Künstler dieser Ausstellung schöpfen aus der Quelle der Natur – nicht nur als Motiv, sondern als Ursprung, als Inspiration, als Vehikel, um über das Vorhersehbare hinauszureisen. Die Natur funktioniert nach Zeitlichkeiten, die sich unserer Ungeduld widersetzen. Sie bietet Formen und Rhythmen, die kein Algorithmus erzeugen kann, da sie aus lebendigen Prozessen und nicht aus Codezeilen entstehen.
Was wird letztendlich von der Kunst übrig bleiben? Alles, was sich der Optimierung widersetzt. Alles, was sich dem Augenblick widersetzt. Alles, was uns daran erinnert, dass wir organische Wesen in einer organischen Welt sind und keine Datensammlungen.
16:00 Uhr – Aperitif und Treffen mit den Künstlern












